Archiv der Kategorie ‘Träume‘

Asche zu Asche

Saturday, den 18. October 2008

Ich träumte:

Ich war auf einer Beerdigung. Eigentlich nichts Besonderes. Jeder muss ja auf mindestens eine. Es war eine große Kirche. Viele Menschen waren da. Ich saß irgendwo in der zweiten Reihe. Vorne Stand die Urne. Ein Kirchenangestellter wollte noch mal eben was machen bevor es losgeht. Er hob die Urne hoch und hantierte mit einer Hand auf dem Sockel rum. Nach einem kurzen Verlust des Gleichgewichtes verlor der Typ die Urne und sie zerplatzte vor allen Angehörigen in tausend Teile. Da es nicht die Beerdigung des Ravensburgererfinders war, war das nicht ganz so toll. Ein großes Raunen ging durch die Halle. Doch keine Sorge meinte der unachtsame Typ. Das war ja gar nicht die echte Urne die wird doch immer woanders aufbewahrt. Also wurde als Ersatz die echte Urne geholt. Da war nur ein kleines Häufchen Asche drin im Gegensatz du dem Dreck der nun von der anderen auf dem Boden lag.
So konnte die Trauerfeier also beginnen. Alle waren halt so richtig traurig wie man das halt so macht. Aber keine Geschichte ohne einen Twist. Plötzlich ging völlig unerwartet die Kirchentür auf. Alle waren ziemlich überrascht auf Grund der Plötzlichkeit mit der erschreckenderweise die Tür aufging und erst einer dann zwei und schließlich eine rund 8 Mann starke Gang rein kam.
Im Großen und Ganzen sah die Mannschaft aus wie aus einem Film entsprungen. Eine Art Einheitsstil in Rockeruniform. Das Alter der Mitglieder wird wohl so um die 25 – 30 gehen. Sie Taten nichts aber alle erzitterten vor Ehrfurcht. Denn keine Gang platzt einfach so irgendwo rein ohne zumindest Teilweise Böseabsichten zu haben. Einige Mitglieder zückten Messer um sie ein an paar Kehlen zu drücken um Angst und (Heu)Schrecken zu verbreiten. Der Anführer machte es sich gerade auf dem Urnenplatz bequem. Da Sprangen Bug, Ich und ein Paar andere auf. Und auch sprangen da viele Pistolen aus den Taschen der ungebetenen Gäste.
Keine gute Sache, wenn ich das mal anmerken darf.

Nun befinden wir uns mit der Gang in Bugs Zimmer. Eine leichte Anspannung unsererseits ist zuerkennen. Teilweise kann man es wohl auch riechen. Die Gang machte es sich gut auf Bugs Bett bequem. Auch ich saß da. Am Rand in der hinteren Ecke. Da wir nicht wussten, was sie wollten war die ganze Angelegenheit recht verzwickt. Ein Paar spielten mit ihren Waffen rum. In meinem Kopf regten sich Überwältigungspläne aber das würde nur mit einer Kugel im Kopf enden. Aus der Traum sozusagen.

Nun bin ich erstmal aufgewacht. Selter geholt und wieder Pennen gegangen.

Inzwischen schienen wir uns durch unglaubliche sprachliche Fähigkeiten mit den Rüpelrüben anzufreunden. Auf jedenfall wurden sie Lockerer und wir mussten nicht mehr so ganz um unser Leben bangen. Sozusagen mussten wir nicht mehr Gang bangen…
Einer wurde sogar so unachtsam, dass er seine Waffe kurz unbeaufsichtigt liegen ließ. Ich schaffte es sie hinter meinem Rücken unters Bett zu schmuggeln. Man weiß ja nie, wann man noch ein Ass im Ärmel brauchen würde, wenn man bereits halb verblutend am Boden liegt und der Zuschauer noch auf den letzten, den Helden rettenden, Twist hofft.
Zwei Minuten später Entschloss der Boss der Gang weiter zuziehen. Dem einen fiel natürlich auf, dass seine Waffe weg ist. Okay, da gab es gleich wieder etwas unangenehmes Tohuwabohu. Doch wir taten auf hilfsbereit und halfen mit die Waffe zu finden. Zufällig fand ich das gesuchte Stück unter dem Bett. So verabschiedeten wir uns alle. Keiner ist zu Schaden gekommen.

So gingen nach einer Weile, die gar nicht so lang war, ich und Maik auch nach Hause.
Es war bereits mitten in der Nacht. Als wir bei Maik waren ging er natürlich rein. Kurz nachdem er drin war fing die Außenlampe Feuer. Ich beschloss es zu löschen, da es noch recht klein war. Und obwohl ich ja gar kein Feuerwehrmann bin habe ich es geschafft. Dann ging ich weiter die Straße lang. Ein kleiner Knall ertönte. Ich drehte mich um. Und sah wie weiter vorn in der Straße eine weitere Lampe brannte. Da hatte ich nun keinen Bock mehr zurück zugehen. Also ließ ich es brennen. Ich ging nun also nach Hause. Und ins Bett.

Nach ein paar Stunden Schlaf bin ich aufgewacht. Flackern drang durchs Fenster. Und es war auch ganz schön warm. Ich ging also wieder raus. Da sah ich dann, dass die Ganze Straße brannte. Überall war Feuer. Meine Freunde waren auch schon nebenan und schauten zu wie eindrucksvoll das Haus des Bürgermeisters abfackelte. Kein Mensch ist in dieser Nach gestorben. Ich drehte mich dann nach einer Weile wieder zurück zu meinem Haus. Nun brannte auch es lichterloh. Meine Mutter rannte mir entgegen mit der Katze auf dem Arm. Da Freute ich mich. Dachte aber auch warum hat sie nicht noch n bissle mehr gerettet. Aber da rein rennen nur um meinen Rechner zu holen wollte ich auch nicht.
Einen Grund für das spontane Entflammen der Straße fand man nicht. Alle Feuer entstanden auf unerklärlicher Weise.

Wir fragten uns dann doch insgeheim, ob die Gang was damit zu tun hätte. Eine Antwort gab es nicht. Aber ich nehme an, wir sind dann alle zu McDonalds gefahren…

Die Frau auf meinem Bett

Saturday, den 20. September 2008

Ich fange nun alle Träume immer an mit den Worten:

Ich träumte:
Es begab sich eines Tages, das ich mich vor den Rechner setzte und stundenlang Spore spielte. Nebenbei lief der Fernseher. Da sah ich im selbigen ein Bericht über ein Konzert der Beatsteaks/Status Quo. Die Musik fand ich nicht so toll aber ich erkannte dort einen meiner Freunde wieder. Satan, ein Punkkumpel, saß gelangweilt in mitten des kleinen Publikums. Ich machte dann den Fernseher aus um mich wieder auf Spore zu konzentrieren. Irgendwann war es sehr spät abends. Und da Freitag war, dachte ich mir, sollte doch noch irgendwo was los sein. Und außerdem brauchte ich doch mal etwas Abwechslung. Dass da eine Frau auf meinem Bett lag bemerkte ich gar nicht. Lag die da schon den ganzen tag und guckte nur?!
Ich ging also raus und schaute wo was los ist. Seltsamerweise war in der Garage eines Vaters eines Freundes Party und alle waren eingeladen. So schrie er von drinnen. »Ey, Bleeki! Komm rein, Los Tino, gib ihm ein Bier!«, und Tino gab mir ein Bier. Mit dem Bier in der Hand schaute ich mich etwas um. Dann sah ich einen Zollstock der anscheinend Markierungen hatte. Die Truppe hat bei ihrer Größe einen Strich gemacht und dazugeschrieben, wer wie groß war. Ich erkannte unter anderem folgende Personen: Tino, Maik, Mela, Susi, Jenny, Satan, Fabi, Fabis Vater. Nur Bug konnte ich nicht finden. Dabei war ich sicher ihn schon gesehen zu haben. Also schaute ich mir den Zollstock noch einmal genauer an. Und tatsächlich. Bei 20 cm fand ich auch Bug. Da musste ich lachen, eine typische Aktion von Bug. Da schaute ich mich um und siehe da, um Bug herum schwirrte automatisch die ganze Frauenscharr. Dann unterhielt ich mich kurz mit Satan über seinen »Fernsehauftritt«.
Danach viel mir auf, dass schon seit einiger Zeit meine Bierflasche ziemlich schwer war. Ein kurzer Guck und schon war klar warum. Bug nahm eine angefangene Fanta und stellte mein Bier kopfrum in den Flaschenhals der Fanta, gab mir dann das Gestell zurück. Das Bier floss also vor meinen Augen in die süße Limonadenbrause. Schwappte über und ich beschwerte mich. Er nahm mir die Flasche grinsend ab und zog sich wieder in seinen Harem zurück. Nun war ich traurig, dass ich kein Bier mehr hatte. Da viel mir ein, das ich doch bei Spore schon den einen Planeten haben müsste. Also ging ich schnell nach Hause nur um mal kurz nachzusehen. Scheiße war! 3 Stunden hing ich wieder an dem Spiel. Als ich das mitbekam rannte ich schnell raus um wieder zur Party zu kommen. Doch sie war bereits vorbei. Und da erkannte ich die Lage. Ich war ganz alleine nachts unterwegs. Da gab es nur eine Lösung! Ich musste Rambo sein! Ganz klar! Ist ja auch logisch! Und so war es dann auch, ich war braungebrannt, athletisch, eingeölt und halb nackt. Das Stirnband nicht vergessen! Ich baute also mein praktisches Armeezelt auf, das ich immer als Rambo dabei habe. Legte mich hinein und wollte schlafen. Sicherheitshalber auf dem Bauch, damit mich niemand aufschlitzen konnte. Meine dicken Boots stellte ich mir mit verknoteten Schnürsenkeln auf den Rücken. So konnte ich es sofort merken wenn sie mir geklaut werden sollten. So schlief Rambo, also ich, die Nacht und überlebte. Dann ging ich nach Hause. Kurze Zeit später klingelte es und Tino, Maik, Bug und Tommi kamen zu mir. Maik verkleckerte erstmal Bier auf meinem neuen Bett, wo war eigentlich die Frau hin? Da viel mir auf was die hier überhaupt gemacht hat! Ich wollte ihr mit Spore imponieren um mit ihr Verkehr zu haben. Ihr wisst schon, so mit Pimmel und Muschi, Ficki, Ficki halt. Hat wohl auch ganz gut funktioniert, nur schade, dass Spore so fesselnd war.
So saßen also die vier bei mir im Zimmer. Da stellte Tommi die finale Frage:
»Und Bug, was ging bei dir und der geilen Schnalle gestern noch?«
Bug machte nur eine zufriedene Schnute und sagte: »Jop, zuerst ab nach Hause und dann war ick druff!«
Alle stießen mit Bier an.

Der Geist

Friday, den 19. September 2008

Ich hörte einmal das Gerücht, das es in Klockow spuken solle. Wer’s glaubt, pha! Doch sollte man nie unterschätzen, was die Wirklichkeit beherbergen tun tut!
So war ich eines Tages mit dem Bus unterwegs nach Prenzlau. Wie alle Coolen saß ich hinten, Leider war ich allein im Bus, es war ja gerade mal 10 Uhr vormittags oder so. Da viel mir beim Rausschauen etwas ungewöhnliches auf. Eine etwas pummelige Gestalt stand da mitten auf dem Rasen eines Grundstückes. Nichts Ungewöhnliches. Nur, dass diese Gestalt komplett in Weiß war wunderte mich dann etwas.
Einige Tage später war ich mit dem Auto unterwegs. Diesmal kam ich von Prenzlau und fuhr die gleiche Straße entlang um nach Hause zu kommen. Da war sie wieder, die Gestalt. Das seltsame war, dass immer wenn ich an ihr vorbeigefahren bin, sie wieder irgendwo vor mir am Straßenrand stand. Das war schon echt etwas unheimlich. Ich hatte beschlossen es nicht weiter auf mich wirken zu lassen. Fuhr also einfach nach Hause.
Dann kam es zum entscheidenden Tag.
Ich saß auf dem Rücksitz eines Freundes. Er nicht, denn er fuhr ja. Was auch ganz gut ist, denn wenn auch er hinten gesessen hätte, würde sich das Auto nur mit viel Raffinesse lenken lassen. So fuhren wir also wieder zum Ausgang meines kleinen Dörfchens. Ich erzählte ihm meine Geschichte mit der Gestalt. Als ich gerade den letzten Satz beenden wollte brach die Gestalt durch das Hinterfenster hinein! Schreiend! Fast kreischend! Die Arme nach mir ausgestreckt. Ich erkannte, dass es eine komplett in Mullbinde gewickelte Frau war. Nur die Hände waren nicht bedeckt. Aus allen Spalten und Öffnungen die die Mullbinde zuließ, schoss auf einmal Blut hervor. Nun begannen auch wir zu schreien wie am Spieß. Mein Kumpel fuhr aber nichtsdestotrotz weiter, und das ziemlich sicher wie es schien. Da packte das Ungetüm meine Hand und schrie mir mitten ins Gesicht. Und auch wir erhöhten nun noch einmal unseren Lautstärkepegel. Da fragte mein Kumpel, ob ich den Geist kennen würde. Da sagte ich, aus welchem Grund auch immer, dass ich mal jemanden mit einer Narbe an der Hand kannte. Ich fasste also allen Mut zusammen und nahm des Monsters Hand im Faltgriff und schaute mir die Hand an. Und tatsächlich ich erkannte eine Narbe an der Hand, zwar eine andere als ich sie kannte aber es war eine Narbe dort. Das verwirrte den Geist so sehr, dass er oder eher sie ihre Tarnung aufgab und zu ihrer normalen Gestalt zurückkehrte. Eine leicht übergewichtige junge Frau mit langen schwarzen Haaren, Blauer Pullover und Beige, zu enger, Hose. Wir unterhielten uns was das denn solle und sie meinte es mache ihr Spaß Leute zu erschrecken. Wir fragten, ob es denn nicht viel besser sei, so zu sein wie sie jetzt ist und sich nett mit den Menschen zu unterhalten? Sie überlegt kurz und stimmte uns zu. Wir wollten wissen, ob sie noch mit in die Stadt kommt. Sie verneinte, denn Geister können nur maximal einen Kilometer von ihrem Todesort entfernt sein. Da war sie auch schon weg.