Mir doch egal!

Ficken! Ficken! Schwanz! Möse!
Da ich nun ihre volle Aufmerksamkeit habe, bin ich bereit mein Montagsgeschreibe vom Stapel zu lassen.
Ich hatte wieder mal total viele Themen die ich behandeln wollte. Ich habe ja noch einige Zeilen Zeit um mir klar zu werden welches ich nehme. Aber zu erst:

Zitat der Woche:
„Ich bin schon echt ziemlich cool!“
„Ja aber ich bin richtig cool“
„Hmpf!“

Erreichtes:
Die unglaubliche Fähigkeit erlagt, Qualitätsunterschiede eines Kamerabildes zu erkennen.
Muskelkater in den Waden.

Am Ende gibt es noch ne Buchempfehlung zum Kaufen und danach ist Ende…

„Es ist mir egal was andere von mir denken!“
Die ist einer der Sprüche die man so mit am meisten hört. Er soll das Selbstbewusstsein stärken. Er soll ausdrücken, sich von der Masse abzusetzen.
Ich bin der Meinung der Satz ist völliger Blödsinn. Okay ist er nicht, wenn ich auf der Spitze des Mount Everest lebe.
Was ich damit meine?
Wenn es uns nicht wichtig ist was andere von uns halten, warum tun wir dann einige Dinge anders als wir sie tun würden wenn wir zu Hause sind, warum äußern wir dann unsere Meinung? Warum sagen wir dann anderen, dass sie scheiße aussehen? Warum gehen wir in die Schule? Warum versuchen wir möglichst interessante und intelligente Blogeinträge zu verfassen?
Natürlich wegen der Anerkennung die man bekommen könnte. Jemand der den oben genannten Satz durchzieht, lebt allein und ohne jeglichen Kontakt. Stumm und Taub.

„So ein Blödsinn!“ Ja teilweise ist das richtig^^
Nur finde ich man sollte den Satz etwas abändern in:
„Es ist mir egal was einige Menschen von mir denken!“
Klingt doch schon viel gesünder. Wenn ich jetzt sage es ist mir egal was so eine Bäckereifachverkäuferin (nichts für ungut) von mir hält, dann stimmt das wohl auch. Außer natürlich sie schaut aus wie ein Brasilianisches Topmodel.
Aber niemand kann mir doch sagen: „Es ist mir egal was meine Freunde von mir denken!“
Schließlich sind das doch die Menschen die wir mögen, mit denen wir gut auskommen wollen. Niemand will doch vor seinen Kollegen, Freunden oder Vorgesetzten wie ein Idiot, eine Schlampe oder wie eine inkonsequente Pissbohne dastehen. Hoffe ich zumindest.

Die meisten Dinge machen wir ja diesbezüglich nicht mal absichtlich. Ich habe vor ein paar Jahren (ich glaube das war als ich die Superkernfusionale Inkoherenz faszilliert habe) entdeckt, dass jeder Mensch immer ein anderes Verhalten an den Tag legt abhängig von den Personen mit denen er sich momentan umgibt. Und damit meine ich nicht das was ich vor einem Monat mal geschrieben habe. Am besten kann man das in einer Gruppe Jungs sehen. Wenn sagen wir mal 5 Jungs unter sich sind und, keine Ahnung, PS2 spielen oder Kröten stampfen und dann kommt ein hübsches Mädchen dazu, dann verhalten sich alle auf einen Schlag komplett anders. Einige verbergen es, andere werden zu sabbernden Affen. Auf einmal spielt man nicht mehr PS2, man führt Krieg auf der Konsole. Diese Unterschiede im Verhalten kann man immer entdecken wenn sich eine Gruppe ändert. Manchmal sind sie nur minimal und manchmal grob. Wir passen unser Verhalten wohl demjenigen an, den wir am meisten beeindrucken wollen. Dann demjenigen den wir am zweitmeisten beeindrucken wollen, und so weiter.

Hier sagen dann einige „Hör auf dich zu verstellen.“ Oder so was. Ein Satz der meiner Meinung auch wieder totaler Blödsinn ist. Ich finde das jede Maske die man trägt zum Charakter desjenigen gehört. Denn das was du spielst bist du, weil du es zu schau trägst. Manchmal lernt man jemanden kennen und der is total scheiße und nach ein paar Tagen ist derjenige total sympathisch. Das liegt einfach daran, dass er die Masken gewechselt hat. Ja klingt etwas doof die Formulierung ick wes.

Streng genommen müsste der wahre Charakter eines Menschen nur dann zusehen sein, wenn man ihn nicht sehen kann.

So am Ende noch ne Buchempfehlung wie oben angekündigt…

Finden Sie DAS etwa komisch?

5 Reaktionen zu “Mir doch egal!”

  1. Jenny

    Tolles Thema! Ganz in meinem Sinne. Klar, man selbst kennt sich wohl immernoch am besten, aber die Kunst ist es, anderen Menschen zu erlauben, dass man ihn kennenlernen darf. Und zwar so, wie er wirklich ist. Dazu gehört viel. Man muss sich ja erstmal selbst so akzeptieren, wie man ist, bevor es andere auch tun können. Das ist das Entscheidene. Meistens ist es auch das, was beliebte Menschen ausmacht, meiner Erfahrung nach.

  2. Jenny

    Außerdem: Ist es nicht schöner zu leben, wenn die Freunde wissen, dass man ein Idiot, eine Schlampe oder eine inkonequente Pissbohne ist - und einen trotzdem mögen?! Das sind doch dann Freunde….

  3. Der Affe

    Mir ist egal, was andere über mich denken. ;)

    Der Unterschied liegt bei mir, aber bei der Definition der “anderen”. Menschen, mit denen ich sowieso nichts zu tun haben werde. Menschen, die mich von vorneherein richtig stören.
    Menschen, die meine Freunde oder mich schlecht machen.
    Menschen, die ihre Maske nach einiger Zeit abnehmen, um ihr wahres Ich zu zeigen. etc pp.

    Der Satz oben kann, meiner Meinung nach, so stehen bleiben. Man muss nur wissen, wer die anderen sind.

  4. Jenny

    Sehe ich auch so… Es gibt einige Menschen, für deren Freundschaft/Liebe und Vertrauen ich echt viel machen würde. Das sind nicht viele.. Aber es gibt sie.. Dann gibt es die, die mich verstehen, ohne dass ich denen viel Aufmerksamkeit schenken muss, die trotzdem immer da sein würden, wenn ich sie bräuchte. Und dann gibt es die, die mich am Tüffel lecken können und das sind dann die, die einem die heile Welt vorspielen und in Gedanken habe sie dich schon umgebracht. Ich gebe mich auch grundsätzlich nur mit Leuten ab, die ich auch wirklich mag. Ich sitze dann doch lieber alleine vorm Pc, als mich irgendwelchen ekelhaft falschen Menschen auszusetzen!!!

  5. Matti

    Nicht schlecht Tom. Besonders der Teil mit dem sich andernden Verhalten in Abhängigkeit von der Gruppenzusammensetzung.
    Mich würde interessieren wie du darauf kommst, dass man immer sein Verhalten innerhalb einer Gruppe auf denjenigen ausrichtet den man am meisten beeindrucken möchte. An sich hört sich das sehr richtig an und ich stimme dir auch zu, aber irgendwie brauche ich dafür noch einen Beweis.

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